Hausstaubmilben mit Kälte töten: Das zeigen Studien

Przegląd

Kuscheltier im Gefrierfach um Hausstaubmilben zu töten

Wprowadzenie

Hausstaubmilben leben bevorzugt dort, wo sie Nahrung und geeignete klimatische Bedingungen finden, etwa in Matratzen, Bettwäsche, Polstern oder Kuscheltieren. Für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie stellt sich deshalb häufig die Frage, wie sich die Belastung in solchen Textilien möglichst wirksam reduzieren lässt.

Neben dem Waschen wird dafür immer wieder auch das Einfrieren empfohlen. Ist an diesem Alltagstipp was dran und Welche Wirkung hat Kälte tatsächlich auf Hausstaubmilben? Wie kalt und wie lange sollte Textilien eingefroren werden? Ein Blick auf experimentelle Untersuchungen zeigt, welche biologischen Prozesse dabei voneinander unterschieden werden müssen.

Welche Allergene von Hausstaubmilben lösen Beschwerden aus?

Betroffene reagieren nicht auf die ganze Milbe, sondern auf bestimmte Proteine, die sie hinterlässt. Über Kot und winzige Körperbestandteile gelangen diese Eiweiße in den Hausstaub. Die bekanntesten sind Der p 1 von der Milbenart Dermatophagoides pteronyssinus i Der f 1 von Dermatophagoides farinae. Beide Arten kommen besonders häufig vor und sind gut wissenschaftlich untersucht.

Bei sensibilisierten Menschen stuft das Immunsystem diese eigentlich harmlosen Proteine als Gefahr ein. Es hat spezifische IgE-Antikörper gebildet, und bei jedem weiteren Kontakt können allergische Beschwerden einsetzen. Der p 1 und Der f 1 spielen dabei eine große Rolle: Bei einem Großteil der Menschen mit Hausstaubmilbenallergie lösen sie eine Reaktion aus.

Kann man Milben mit Kälte töten?

Ja, ausreichend starke Kälte lässt Hausstaubmilben absterben. Wie gut das gelingt, hängt allerdings von vielen verschiedenen Faktoren ab, etwa wie niedrig die Temperatur ist und wie lange die Milben ihr ausgesetzt sind, das Entwicklungsstadium und die Luftfeuchtigkeit.

W ramach Untersuchung an D. pteronyssinus bei −30 °C verdeutlicht die Nuance: In feuchter Kälte starben die beweglichen Entwicklungsstadien schon nach zehn Minuten. Aus den Eiern schlüpften selbst nach 35 Minuten noch etwa 20 Prozent. In trockener Kaltluft war das Ergebnis eindeutiger; hier starben alle untersuchten Eier bereits nach einer Minute ab.

Wie kalt muss man Hausstaubmilben einfrieren?

Leichter Frost genügt nicht zuverlässig. In einer Badanie mit D. farinae setzten die Forschenden adulte Weibchen vier bis 48 Stunden lang Temperaturen von −4, −12 oder −15 °C aus. 24 Stunden bei −4 °C setzten den Milben kaum zu: Sie vermehrten sich nach der Behandlung einfach weiter.

Bei −15 °C sah das anders aus. Nach 24 Stunden lebten zwar einige Milben noch mehrere Tage, legten aber keine Eier mehr. Bis zum Ende der 15-tägigen Beobachtung waren alle gestorben. Die Wirkung der Kälte zeigt sich also erst nach dem eigentlichen Einfrieren.

Bei Milbeneiern lohnt sich der genauere Blick. Nach 24 Stunden Kälte schlüpfte innerhalb von 15 Tagen keines. Bis zum 20. Tag schafften es dann doch 2 von 68 Eiern, das entspricht 3 %. 97 % der Eier waren damit nicht mehr lebensfähig. Nach 48 Stunden bei −15 °C schlüpfte kein einziges Ei mehr, auch nicht 32 Tage unter günstigen Bedingungen später.

Wie lange sollte man Hausstaubmilben einfrieren?

Temperatur und Dauer gehören immer zusammen. Der Allergieinformationsdienst empfiehlt aktuell, Textilien wie Kuscheltiere oder Kissen bei −20 °C mindestens fünf Stunden lang tiefzukühlen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund rät dagegen zu 48 Stunden bei −15 °C und anschließend zu einer Wäsche.

Die beiden Empfehlungen müssen sich nicht widersprechen. Je kälter es ist, desto kürzer darf die Einwirkzeit sein. Bei höheren Gefriertemperaturen braucht es entsprechend mehr Zeit.

Warum reicht Einfrieren allein nicht aus?

Kälte tötet zwar lebende Milben ab, aufgeräumt hat sie damit aber noch nicht. Die Allergene aus Milbenkot und Körperbestandteilen bleiben im Textil zurück. Erst beim Waschen lösen sie sich aus dem Gewebe und werden mit dem Waschwasser fortgespült.

Wie gelangen Milbenallergene aus Textilien in die Atemwege?

Werden Bettwäsche oder andere Textilien bewegt, können allergenhaltige Partikel erneut in die Raumluft gelangen. Dieser Vorgang wird als Resuspension bezeichnet. Nach dem Aufwirbeln von Staub können kleine milbenallergenhaltige Partikel im lungengängigen Größenbereich nachgewiesen werden. Atmet man sie ein, kommt es zur inhalativen Allergenexposition, und die kann allergische Reaktionen auslösen.

Deshalb löst das Abtöten der Milben das Problem nicht vollständig. Genauso wichtig ist es, die vorhandenen allergenhaltigen Rückstände aus dem Textil zu entfernen.

Waschen oder Einfrieren: Was ist der Unterschied?

Wie weit Milbenabtötung und Allergenentfernung auseinanderliegen, zeigt eine Untersuchung mit Dermatophagoides farinae. Bei einer 30-°C-Wäsche starben nur 6,5 % der Milben, gleichzeitig wurden aber bereits 73,2 % des Allergens Der f 1 entfernt. Bei 40 °C überlebten ebenfalls fast alle Tiere (nur 9,6 % starben), die Allergenmenge sank jedoch um 97,6 %. Niedrige Waschtemperaturen können die Allergenbelastung also kurzfristig senken, obwohl der Großteil der Milben die Wäsche überlebt.

Bei 60 °C wurden dagegen alle untersuchten Milben abgetötet und zugleich 98,7 % des Allergens entfernt.

Waschtemperatur

Milben abgetötet

Allergen entfernt

30 °C

6,5 %

73,2 %

40 °C

9,6 %

97,6 %

60 °C

100 %

98,7 %

Für den Alltag heißt das: Lässt sich ein Textil bei 60 °C waschen, ist ein vorheriges Einfrieren in der Regel nicht nötig. Die heiße Wäsche tötet die Milben ab und holt den größten Teil des Allergens aus dem Stoff.

Darf ein Textil nur bei 30 oder 40 °C in die Maschine, kann sich das Einfrieren vorher lohnen. Die Kälte übernimmt, was die kühle Wäsche nicht schafft; sie tötet die Milben ab, damit keine Tiere die Wäsche überleben, sich weiter vermehren oder auf zuvor milbenfreie Textilien übergehen. Die anschließende Wäsche spült dann einen großen Teil der übrigen Allergene und Milbenreste aus.

Podsumowanie

Einfrieren tötet Hausstaubmilben ab, entfernt aber die vorhandenen Allergene aus Kot und Körperbestandteilen nicht. Sie bleiben im Textil und können später wieder in die Raumluft gelangen.

Waschen bei 30 oder 40 °C holt einen Großteil der Allergene heraus, tötet die Milben aber nicht zuverlässig ab. Überlebende Tiere vermehren sich weiter und produzieren neue Allergene.

Bei 60 °C werden Hausstaubmilben dagegen zuverlässig abgetötet und zugleich der Großteil der vorhandenen Allergene entfernt. Praktisch gilt deshalb:

Textil nur bei 30 oder 40 °C waschbar: erst einfrieren, dann waschen.

Textil bei 60 °C waschbar: Waschen genügt in der Regel.

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